
Schwarze Adler – Ein Abend gegen Rassismus



Am Sonntag, den 12. Juli 2026, war das Bündnis „Wir Bergheimer für Demokratie“ wieder mit einem Informationsstand bei Bergheim Aktiv vertreten und setzte ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Grundrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Bergheimer Innenstadt und bot den örtlichen Vereinen eine hervorragende Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.
Auch am Stand des Bündnises herrschte den ganzen Nachmittag reges Interesse. Besonders beliebt war das Glücksrad: Kinder freuten sich über Seifenblasen und weitere kleine Gewinne. Aber auch Erwachsene drehten mit großer Begeisterung am Rad, um einen Button mit der Aufschrift „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – dem ersten Satz des Grundgesetzes – zu gewinnen.
Großes Interesse fand außerdem unsere Mitmachaktion zu den Grundrechten. Besucherinnen und Besucher konnten markieren, welche Grundrechte sie heute als besonders gefährdet ansehen. Die Ergebnisse regten viele spannende Gespräche über Freiheit, Gleichheit, Menschenwürde und die Bedeutung unserer Demokratie an. Dabei wurde deutlich, wie wichtig vielen Menschen der Schutz der im Grundgesetz verankerten Rechte ist.
Auch konnten wieder einige kostenlose Exemplare des Grundgesetzes verteilt werden. Dies zeigte, dass das Grundgesetz nichts von seiner Aktualität verloren hat.
Insgesamt war die Resonanz ausgesprochen positiv. Es entstanden zahlreiche interessante Begegnungen und anregende Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern aller Altersgruppen. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre Gedanken, Sorgen und Hoffnungen zur Zukunft unserer Demokratie einzubringen. Dieser offene und respektvolle Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig persönliches Engagement und der direkte Dialog für eine lebendige Demokratie sind.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unseren Stand besucht, mitdiskutiert und sich über unsere Arbeit informiert haben. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und gegenseitiger Respekt in Bergheim sichtbar und erlebbar bleiben.







Demokratie lebt von Freiheit, Respekt und dem Vertrauen in gemeinsame Regeln. Das Grundgesetz schützt diese Werte seit 1949. Doch Demokratien waren nie selbstverständlich. Immer wieder wurden sie durch Extremismus, Propaganda, Gewalt und Machtmissbrauch bedroht.Die deutsche Geschichte zeigt besonders deutlich, wie Demokratien scheitern können. In der Zeit der Weimarer Republik nutzten radikale Kräfte gezielt Angst, wirtschaftliche Krisen und Desinformation, um Menschen gegeneinander aufzubringen. Mit Hasspropaganda, Einschüchterung und Gewalt gegen politische Gegner wurde die Demokratie schrittweise zerstört. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden Meinungsfreiheit, unabhängige Medien und demokratische Rechte abgeschafft.
Auch die DDR zeigte, wie gefährlich staatliche Kontrolle und Unterdrückung sein können. Menschen wurden überwacht, oppositionelle Stimmen verfolgt und freie Wahlen verhindert. Erst die friedliche Revolution von 1989 brachte den Menschen ihre demokratischen Rechte zurück.
Doch auch heute stehen Demokratien weltweit und selbst innerhalb des Westens unter Druck. In mehreren Ländern Europas und Nordamerikas waren Entwicklungen zu beobachten, bei denen Regierungen versuchten, unabhängige Medien zu schwächen, Gerichte politisch zu beeinflussen oder demokratische Kontrollmechanismen auszuhöhlen. Besonders häufig werden dabei Polen, Ungarn, Italien und die USA als Beispiele für zunehmende politische Polarisierung und den Einfluss radikaler Kräfte genannt.
In Ungarn wurde die Pressefreiheit in den vergangenen Jahren laut EU stark eingeschränkt. Kritische Medien wurden wirtschaftlich unter Druck gesetzt oder durch regierungsnahe Akteure übernommen. In Polen gab es lange Auseinandersetzungen um die politische Kontrolle der Justiz und die Unabhängigkeit von Gerichten. Auch in den USA zeigte der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021, wie gefährlich politische Radikalisierung und die bewusste Verbreitung von Falschinformationen für eine Demokratie werden können. In mehreren westlichen Staaten wächst zudem die Bereitschaft einzelner politischer Kräfte, autoritäre Führungsstile zu bewundern oder Verständnis für Diktatoren wie Wladimir Putin zu zeigen.
Demokratien geraten besonders dann in Gefahr, wenn Angst, Wut und Desinformation gezielt genutzt werden, um Menschen gegeneinander aufzubringen. Wer unabhängige Medien pauschal angreift, Gerichte delegitimiert oder demokratische Regeln nur akzeptiert, solange sie dem eigenen Vorteil dienen, schwächt den Rechtsstaat.
Die Geschichte zeigt: Demokratie geht selten plötzlich verloren. Sie wird oft schrittweise geschwächt – durch Gleichgültigkeit, Hass, Einschüchterung und die Bereitschaft, einfache Antworten auf komplexe Probleme zu akzeptieren.
Gerade deshalb ist das Grundgesetz so wichtig. Es schützt die Würde jedes Menschen, begrenzt Macht und garantiert Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, friedlich diskutieren und auch andere Meinungen respektieren.
Der Schutz der Demokratie beginnt nicht erst in Parlamenten oder Gerichten. Er beginnt im Alltag – im respektvollen Umgang miteinander, im Einsatz gegen Hass und Gewalt und in der Bereitschaft, für Freiheit und Menschenwürde einzustehen.

Beim Bergheimer Frühling war das Bündnis für Demokratie mit einem Infostand vertreten. In zahlreichen Gesprächen, trotz durchwachsenem Wetter, entstand ein offener Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern – über den Wert der Demokratie, den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung sowie das gemeinsame gesellschaftliche Miteinander.
Die positive Resonanz zeigt: Demokratie lebt vom Austausch, vom Zuhören und vom Engagement vieler. Ein gelungener Tag, der Mut macht und Gemeinschaft stärkt.











Bergheim, 23. April 2026 – Die VHS-Veranstaltung mit dem Journalisten und Autor Jürgen Wiebicke zu seinem Buch „Erste Hilfe für Demokratie-Retter“ stieß auf großes Interesse in der Bergheimer Bürgerschaft. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen im MEDIO Bergheim zusammen, um sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Demokratie und offene Gesellschaft angesichts wachsender Radikalisierung, Hetze und Demokratieverachtung verteidigt werden können.
Das Bündnis „Wir Bergheimer für Demokratie“ war bei der Veranstaltung mit einem Informationsstand vertreten. Mit ausdrücklicher Zustimmung von Herrn Wiebicke informierte das Bündnis über seine Arbeit, aktuelle Aktionen und Möglichkeiten des demokratischen Engagements vor Ort.
Jürgen Wiebicke machte in seinem Vortrag deutlich, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Sie müsse immer wieder neu gelebt, geschützt und verteidigt werden. Dabei gehe es nicht nur um große politische Debatten, sondern auch um das alltägliche Handeln jedes Einzelnen: vor der eigenen Haustür, im persönlichen Umfeld, in Vereinen, am Arbeitsplatz und überall dort, wo demokratische Werte herausgefordert werden.
Der Abend war geprägt von einem engagierten Vortrag und einer lebendigen Diskussion mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher folgten den Ausführungen aufmerksam und beteiligten sich rege an der anschließenden Debatte. Im Anschluss signierte Jürgen Wiebicke sein Buch und kam mit vielen Gästen persönlich ins Gespräch.
Das Bündnis „Wir Bergheimer für Demokratie“ bewertet die Veranstaltung als großen Erfolg. „Wir sehen uns durch diesen Abend in unserer Arbeit sehr bestärkt. Wir waren sichtbar, konnten viele Menschen erreichen und wichtige Gespräche über den Schutz unserer Demokratie anstoßen“, so das Bündnis.
Auch die Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek und der VHS als Veranstaltern wurde vom Bündnis ausdrücklich positiv hervorgehoben. Die Veranstaltung habe gezeigt, wie wichtig gemeinsame Formate sind, in denen demokratische Haltung, politisches Interesse und respektvoller Austausch zusammenkommen.
Für das Bündnis bleibt als zentrale Lehre des Abends: Die Debatte über die richtige Politik darf niemals aufgegeben werden. Gleichzeitig muss der respektvolle und achtsame Umgang miteinander gewahrt bleiben — unabhängig davon, wie kontrovers eine Diskussion geführt wird.
Das Bündnis empfiehlt Wiebickes Buch „Erste Hilfe für Demokratie-Retter“ ausdrücklich als Anregung für alle, die Demokratie nicht nur verteidigen, sondern im Alltag aktiv leben wollen.

Das Vielfaltfestival im MEDIO.RHEIN.ERFT in Bergheim setzte am Freitag, 14. November 2025, ein deutliches Zeichen für eine offene, tolerante und bunte Gesellschaft. Der Freundeskreis des Medios hatte zu einem Abend eingeladen, an dem ganz unterschiedliche musikalische und künstlerische Ausdrucksformen nebeneinander stehen durften – und wir haben dieses Fest sehr gerne unterstützt.
Dieses Festival zeigte ganz konkret, wofür wir stehen: Offenheit, Respekt und die Überzeugung, dass eine lebendige Demokratie nur dort wachsen kann, wo Menschen einander begegnen, zuhören und miteinander ins Gespräch kommen – über alle Unterschiede hinweg. Die Vielfalt an Musik, Theater und künstlerischen Beiträgen macht sichtbar, wie bunt unsere Stadt ist und wie viel Stärke in dieser Verschiedenheit liegt.
Besonders gefreut haben wir uns über den Infostand unserer Freund*innen von Hab8cht aus Kerpen. Mit ihnen verbindet uns nicht nur eine enge Zusammenarbeit, sondern auch das gemeinsame Ziel, Demokratie, Menschenrechte und ein respektvolles Miteinander vor Ort zu stärken. Ihre Präsenz beim Festival war für uns ein wichtiges Zeichen: Bündnisse hören nicht an Stadtgrenzen auf – wir halten zusammen, gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte unter Druck geraten.
Für uns war das Festival auch eine großer Erfolg: Wir haben, an diesem Abend viele neue Kontakte geknüpft. Vielleicht entstehen aus den Gesprächen neue Kooperationen, gemeinsame Aktionen oder einfach das gute Gefühl, nicht allein zu sein mit dem Wunsch nach mehr Demokratie, Menschlichkeit und Vielfalt.
Das Bündniss für Demokratie dankt dem Medio-Team und den Künstler: innen, die dieses Festival möglich gemacht haben. Wir sind stolz, gemeinsam mit ihnen und unseren Freund*innen von Hab8cht Teil dieses starken Zeichen für Vielfalt und demokratische Werte in Bergheim gesetzt zu haben.
Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier – Schloss Bellevue, 9. November 2025
In seiner Rede zum 9. November schlägt Bundespräsident Steinmeier den Bogen vom historischen Erbe des Schicksalstages der Deutschen in die Gegenwart. Aus dem „Nie wieder!“ erwachse die Aufgabe, die Demokratie wehrhaft zu verteidigen, denn sie sei bedroht wie nie.
KLICKEN SIE HIER ODER AUF DAS BILD UM DAS VIDEO ODER DER REDETEXT AUFZURUFEN.
Wie präsent sind Grundrechte in unserem Alltag – und was bedeuten sie konkret für jede und jeden von uns? Mit dieser Frage eröffnete Dr. Dirk Gilberg, Direktor des Arbeitsgerichts Köln und Mitglied des Verfassungsgerichtshofs NRW, seinen Vortrag vor Schüler*innen der Jahrgangsstufe Q1 an der Gesamtschule Bergheim.
Dr. Gilberg, der gerne fotografiert, stellte im Rahmen seines Besuchs eine eigene Ausstellung vor: Großformatige Fotografien, ergänzt durch prägnante Begleittexte, bringen zentrale Artikel des Grundgesetzes in lebensnahe Kontexte und regen zur Diskussion an.
Zum Einstieg suchte Dr. Gilberg bewusst das Gespräch mit den Jugendlichen. Zwei Schülerinnen berichteten von ihren Erfahrungen als Zeuginnen vor Gericht – ein gelungener Ausgangspunkt, um auf die Bedeutung eines funktionierenden Rechtsstaats hinzuweisen. „Keine Angst haben zu müssen, wenn man von der Polizei befragt wird, ist keine Selbstverständlichkeit – sondern Ausdruck gelebter Grundrechte“, betonte Gilberg.
Im weiteren Verlauf diskutierte der Jurist mit den Schüler*innen anhand der ausgestellten Bilder über zentrale Grundrechte. So veranschaulichte er Artikel 6 – den Schutz von Ehe und Familie – mit der Frage, warum das Erziehungsrecht bei den Eltern liegt. Dies sei, so Gilberg, eine Lehre aus der NS-Zeit und ein wichtiger Schutz vor staatlicher Indoktrination.
Besonders eindrucksvoll war das Foto einer schwerbehinderten Richterin im Elektrorollstuhl am Arbeitsgericht Aachen. Dieses Bild diente zur Erläuterung von Art. 3 des Grundgesetzes, des allgemeinen Gleichheitsgrundsatzes, der in Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG eine besondere Ausprägung durch das Verbot einer Benachteiligung wegen einer Behinderung erfahren hat. Gilberg wies darauf hin, dass Frauen erst seit rund 100 Jahren Richterinnen werden dürfen, und betonte, wie wichtig der Gleichheitssatz sowohl für die Gleichstellung der Geschlechter als auch für die Inklusion ist.
Auch das Thema Überwachung wurde angesprochen: Am Beispiel der Kameraüberwachung am Ebertplatz diskutierten die Schüler*innen über Artikel 2 – das allgemeine Persönlichkeitsrecht – und über das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Sicherheitsinteresse. „Wer darf wann wie lange filmen – und mit welchem Zweck?“ lautete eine der zentralen Fragen.
Artikel 8 – das Versammlungsrecht – wurde anhand zweier Demonstrationen auf dem Kölner Heumarkt anschaulich erklärt: Einer kleinen Gruppe von Corona-Kritikern folgte wenig später eine deutlich größere Friedensdemo gegen den Ukraine-Krieg. Beide Versammlungen wurden durch Polizeikräfte geschützt – ein Beispiel dafür, dass der Rechtsstaat Meinungsfreiheit unabhängig von Inhalten gewährleistet- wenn sie nicht der Verfassung widersprechen!
Die Schüler*innen zeigten sich beeindruckt von der Verbindung aus juristischem Wissen und künstlerischem Zugang. „Mir ist erst durch das Gespräch bewusst geworden, wie sehr die Grundrechte mein Leben bestimmen“, sagte eine Schülerin. Die Ausstellung und der Vortrag machten deutlich: Grundrechte sind keine bloßen Formeln – sie sichern Freiheit und Gleichheit in unserem Alltag.

Populistische und extreme Parolen bieten scheinbar einfache Lösungen für komplexe Probleme an und riskieren eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Destabilisierung – auch in Europa. Sie sehen Europa als „gescheitert“ und fordern eine Widerannäherung an Russland. Die bevorstehende Wahl am 09.06.2024 steht deshalb unter einem besonderen Fokus. Es werden Weichen für das zukünftige Zusammenleben aller Europäer gestellt.
Demokratie und Freiheit ist nicht selbstverständlich. Unsere gemeinsamen Werte müssen wir verteidigen und sichern! Das Bergheimer Bündnis für Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit ruft deshalb alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, wählen zu gehen.
Bis zur Wahl verteilt das Bündnis in allen Bergheimer Ortschaften dazu Handzettel und führt in der Bergheimer Innenstadt Flashmob Aktionen mit Plakaten durch.